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Der Stephansdom im Herzen von Wien – von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannt – ist das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs und das Wahrzeichen des Landes.

Baugeschichte & Architektur

Der Bau geht auf das 12. Jahrhundert zurück: 1147 wurde eine romanische Kirche geweiht. Im 14. und 15. Jahrhundert entstand der heutige gotische Bau unter Herzog Rudolf IV. („dem Stifter“).

  • Der Südturm: Mit 136,4 Metern Höhe ist er der höchste Turm des Doms. Über 343 Stufen gelangt man in die Türmerstube mit Rundumblick über Wien.

  • Der Nordturm: Er blieb unvollendet und schließt mit einer Renaissance-Haube ab. Hier hängt die berühmte Pummerin, die größte Glocke Österreichs.

  • Das Dach: Auf dem 110 Meter langen Dach liegen rund 230.000 glasierte Dachziegel, die das Wappen der Habsburgermonarchie sowie das Wappen der Stadt Wien bilden.

Bedeutende Kunstschätze im Innenraum

  • Wiener Neustädter Altar: Ein imposanter Flügelaltar aus dem Jahr 1447.

  • Gotische Kanzel: Zugeschrieben Anton Pilgram, bekannt für das Selbstporträt des Meisters unter der Treppe („Fenstergucker“).

  • Hochgrab Rudolfs IV.: Das Stiftergrabmal aus Rotmarmor im Chor.

  • Katakomben: Unter dem Dom erstreckt sich eine weitverzweigte Grabanlage mit der Herzogsgruft und Gebeinen tausender Wiener Bürger.

Zerstörung und Wiederaufbau

Im April 1945 entging der Dom nur knapp der völligen Zerstörung. Durch ein Übergreifen eines Umgebungsbrandes fing der Dachstuhl Feuer, woraufhin das Gewölbe im Chor einstürzte. Dank einer großen Welle der Hilfsbereitschaft aus ganz Österreich konnte der Stephansdom bereits 1952 wiedereröffnet werden.

Text: Ki Gemini