Riesenrad Wien Beschreibung
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Das Wiener Riesenrad im Prater gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Österreichs und ist ein weltweit berühmtes Symbol für die Bundeshauptstadt Wien. Seit seiner Errichtung im späten 19. Jahrhundert hat das Bauwerk Kriege, Brände und politische Umbrüche überstanden und bildet bis heute das Herzstück des Wurstelpraters.
1. Geschichte und Bau
Das Riesenrad wurde im Jahr 1897 anlässlich des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. erbaut. Die Entwürfe stammten von den englischen Ingenieuren Walter Basset Basset und Harry Hitchins. Basset hatte zuvor bereits ähnliche Fahrgeschäfte in London, Blackpool und Paris errichtet.
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Eröffnung: Am 25. Juni 1897 wurde die Eisenkonstruktion offiziell in Betrieb genommen.
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Konstruktionsmerkmale: Das Rad ist als Speichenrad ausgebildet, das durch eine Fachwerkkonstruktion getragen wird. Bei seiner Fertigstellung zählte es zu den größten Riesenrädern der Welt.
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Höhe: Die Anlage reicht bis in eine Höhe von knapp 65 Metern.
2. Katastrophe im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Prater im Zuge der Wiener Operation schwer in Mitleidenschaft gezogen. Im September 1944 geriet das Riesenrad nach einem Bombardement und anschließenden Bränden in Vollbrand. Die Holzgondeln brannten vollständig aus, und die Metallkonstruktion erlitt schwere Schäden.
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Der Wiederaufbau: Nach Kriegsende entschied man sich schnell für den Wiederaufbau als Symbol des österreichischen Lebenswillens.
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Reduzierung der Gondeln: Aus Sicherheits- und Materialgründen montierte man beim Wiederaufbau nicht mehr die ursprünglichen 30 Waggons, sondern hängte nur noch 15 Gondeln ein (jeweils an jedem zweiten Aufhängungspunkt).
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Wiedereröffnung: Bereits im Mai 1947 konnte das Riesenrad als eines der ersten Wahrzeichen Wiens wieder in Betrieb genommen werden.
3. Technische Daten im Überblick
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Gesamthöhe: ca. 64,75 Meter
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Raddurchmesser: ca. 60,96 Meter (entspricht 200 englischen Fuß)
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Gesamtgewicht der Stahlkonstruktion: ca. 430 Tonnen
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Drehgeschwindigkeit: ca. 2,7 km/h (eine Umdrehung dauert rund 4 Minuten, stoppt aber regelmäßig für den Passagierwechsel)
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Anzahl der Gondeln: 15 Stück (ursprünglich 30)
4. Das Riesenrad in Kunst und Popkultur
Das Riesenrad erlangte auch internationale Bekanntheit durch seine Rolle in der Film- und Literaturgeschichte:
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Der dritte Mann (1949): Der Filmklassiker mit Orson Welles enthält eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte, die in einer der Gondeln des Riesenrads spielt.
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James Bond 007 – Hauch des Todes (1987): Timothy Dalton besucht in seiner Rolle als Geheimagent das Riesenrad bei einem romantischen Aufenthalt in Wien.
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Weitere Auftritte: Das Riesenrad taucht in zahlreichen internationalen Dokumentationen, Spielfilmen und Romanen als Erkennungszeichen Wiens auf.
5. Heutige Nutzung und Besucherangebot
Heute wird das Riesenrad von der Vergnügungsbetriebe Riesenrad Dr. Lamac GmbH betrieben. Es dient längst nicht mehr nur als klassisches Fahrgeschäft, sondern bietet zusätzliche Attraktionen:
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Panorama-Museum: Im Eingangsbereich befinden sich nachgebaute historische Gondeln (Waggons), in denen die Geschichte Wiens und des Praters anhand von Schaukästen (Dioramen) dargestellt wird.
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Exklusive Fahrten: Einige Gondeln sind speziell ausgestattet und können für private Ereignisse wie romantische Abendessen, Geburtstage oder Hochzeiten gemietet werden.
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Aussichtsplattform: Die Fahrt bietet Besuchern einen Panoramablick über den Wiener Prater, das Stadtgebiet und bei klarer Sicht bis zu den Ausläufern der Wiener Alpen.
Text: Ki Gemini
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